2795265911_b43921bdc8

Den Begriff haben wir alle schon tausendfach gehört und eine ungefähre Vorstellung davon, was sich hinter Feng Shui verbirgt, werden wohl auch die meisten haben: Aber was steckt wirklich hinter dem klangvollen Namen?

Wir bringen Licht ins Dunkel und haben diese chinesische Harmonielehre einmal für Sie näher beleuchtet und die wichtigsten Aspekte sowie praktische Umsetzungstipps für Sie zusammengefasst.

Zwischen „Wind und Wasser“ – Im Einklang mit der Umgebung

Feng Shui heißt frei übersetzt in etwa „Wind und Wasser“ und spiegelt damit den wichtigsten Aspekt der etwa 3.500 Jahre alten Lehre wider: Es ist unsere Umgebung, die unser Wohlbefinden nachhaltig beeinflusst. Dazu zählen vor allem deren Gestaltung und die Verteilung der ursprünglichen Elemente. Das Zusammenspiel von Wind und Wasser verweist symbolisch auf die alles durchdringende Energie „Chi“. Was im ersten Moment abstrakt wirkt, wird in der konkreten Gestaltung unserer Wohnräume leicht greifbar: Es sind die verschiedenen Möbel und deren Materialien – sprich Elemente – mit denen wir unsere Umgebung gestalten und damit nicht nur sprichwörtlich den Energiefluss in unseren vier Wänden leiten. Die richtigen Farben, Formen und Materialen an den richtigen Stellen platziert bringen Harmonie und Kraft für die täglichen Herausforderungen.

Das Chi soll fließen – Feng Shui ist mehr als ein Stil

Feng Shui ist keineswegs ein strikter Einrichtungsstil, sondern vielmehr ein gedanklicher Ansatz, der sich in nahezu allen Stilrichtungen verwirklichen lässt, wenn man die grundlegenden Prinzipien berücksichtigt – egal ob Landhaus-Chic oder moderner Purismus, mediterran oder rustikal: Das Chi soll ungehindert durch die Wohnräume strömen können und steigert so das Wohlbefinden in Ihren vier Wänden. Dabei stehen vor allem die fünf Elemente Holz, Metall, Wasser, Erde und Feuer in einer bestimmten Beziehung und wirken sich jeweils in bestimmter Form aus.

Farben & Materialien mit Symbolkraft – Die fünf Elemente des Feng Shui

Jedes der fünf Elemente wird traditionell einer Himmelsrichtung zugeordnet, steht für wichtige Qualitäten wie Gesundheit, Wissen oder Kreativität und wird auch durch spezielle Farben repräsentiert. Im Zusammenspiel entsteht so eine harmonische Umgebung. Das klingt erst einmal abstrakt, lässt sich aber leicht veranschaulichen, daher einmal die fünf Elemente im Überblick:

  • Holz: Steht für finanziellen Reichtum, wird mit der Farbe Grün symbolisiert und dem Südosten zugeordnet. Es lässt sich ganz praktisch mit Holz- oder Korbmöbeln, aber auch Pflanzen und Blumen umsetzen.
  • Metall: Wird dem Westen zugeordnet und repräsentiert Kreativität aber auch Kinder. Glas und Kristalle zählen ebenfalls zu diesem Element, das sich am besten durch weiße, silberne oder goldene Möbel und Accessoires darstellen lässt.
Buddha Brunnen aus dem Sortiment Mega Möbel.
  • Wasser: Steht für Karriere und wird laut Feng Shui dem Norden zugeordnet. Neben naheliegenden Blautönen, stehen hier Aquarien, Zimmerbrunnen etc. als Einrichtungsmöglichkeit zur Verfügung.
  • Erde: Hier sind es vor allem „erdige“ Töne, also Terrakotta, Brauntöne, Leinen und ähnliches. Erde steht als ausgleichendes Element im Zentrum, wird aber als Symbol für Ehe und Partnerschaft auch dem Südwesten und Nordosten zugeschrieben.
  • Feuer: Mit Feuer verbindet man wohl nicht nur im Feng Shui strahlende Rottöne, Gelb und vergleichbare Farben. Diese werden vor allem dem Bereich Ruhm und Anerkennung zugeschrieben und der südlichen Himmelsrichtung zugeordnet.

Inwiefern diese Elemente harmonieren können, lässt sich leicht veranschaulichen: Rote und grüne Elemente zum Beispiel harmonieren nach Feng Shui, weil Holz als Nährstoff für Feuer gilt. Gleiches lässt sich auch auf die Verbindung von Erde und Metall anwenden. Ganz praktisch lässt sich dies in einer Verbindung von gedeckten erdigen Tönen – beispielsweise in Form eines gemütlichen Sofas als Zentrum des Raums – und einigen glänzenden Deko-Accessoires aus Glas oder Metall umsetzen.

Harmonie für Zuhause – Mit einfachen Mitteln den Energiestrom lenken

Massivholz-Kommode von Mega Möbel.

Auch wenn die traditionelle Lehre auf den ersten Blick kompliziert erscheinen mag, lassen sich daraus doch einige grundlegende, praktische Hinweise ableiten, um auf diesem Wege mit einfachen Mitteln das eigene Zuhause harmonisch zu gestalten. Da es bei Feng Shui darum geht, den Strom des Chi positiv zu lenken, kommt Türen und Fenstern natürlich eine besondere Bedeutung zu, weil hier der Energiestrom hereinkommt und den Raum wieder verlässt. Ein Schreibtisch sollte am Besten nicht frontal zum Fenster stehen, ebenso ist es von Vorteil, wenn man nicht direkt mit dem Rücken zur Tür sitzt. Auch das Bett sollte nicht genau zwischen Fenster und Tür stehen. Neben dem unterbrochenen Energiefluss hat dies übrigens noch ganz andere praktische Gründe: Zugluft ist für eine angenehme Nachtruhe nämlich keineswegs empfehlenswert.

Pflanzen mit vielen oder großen Blättern am Fenster halten den Energiestrom länger im Raum und geben neben ihrer Symbolkraft als Element des Feng Shui auch sonst ein angenehmes Wohnklima. Mit verschiedener Leuchten lässt sich ein Raum harmonisch ausleuchten und durch verschiedene glänzende Flächen – ob großer Spiegel oder kleinere Deko-Artikel aus Metall oder Glas – wird der Energiestrom weiter gelenkt.

Dies sind natürlich nur einige wenige Aspekte einer umfassenden Harmonielehre. Was Sie daraus jedoch immer als Fazit ziehen können: Ihr Wohlbefinden hängt unmittelbar von Ihrer Umgebung ab. Und Sie haben die Möglichkeit, sich Ihre Umgebung so angenehm wie möglich zu gestalten. Sie müssen die traditionelle chinesische Lehre vielleicht nicht in allen Einzelheiten studieren, um die Idee eines ausgewogenen Grundkonzepts für Ihr Zuhause zu erkennen, nehmen sie Feng Shui auch einfach als Inspiration und Anregung für mehr Gemütlichkeit und Harmonie in Ihren vier Wänden.

 

Bildnachweis:
Feng Shui Desain Interior Warna Cat Rumah yang Cocok dengan Fengshui ©Gambar Rumah + Desain Interior ANNAHAPE GALLERY
Für alle anderen genutzten Bilder gilt:  ©Mega Möbel SB Brotz